Start Regenerative Energie
Energie
Drucken

Energie der Zukunft


Es ist eine anerkannte Tatsache, dass wir durch den weltweit steigenden Verbrauch der begrenzten Vorräte fossiler Energie in Zukunft zwei grosse Bedrohungen vor uns sehen:

1. Die dabei entstehenden Treibhausgase bewirken eine globale Erwärmung. Die resultierenden Veränderungen Landwirtschaft, Wirtschaft, Ökologie und Politik werden die Lebensgrundlagen in vielen Regionen gefährden und damit Konflikte auslösen.

2. Die Verknappung dieser Energien wird zu einem generellen Preisanstieg führen, der unsere Gesellschaft schwerwiegend beeinträchtigen und verändern wird. Es ist auf Dauer keinesfalls gewährleistet, dass wir unser gewohntes Niveau an Komfort, Mobilität und Konsum aufrecht erhalten können.

Zur Lösung gibt es bereits viele Ansätze mit spezifischen Stärken und Schwächen:

Heizung

Energiesparen im Hause ist eine besonders effektive  Möglichkeit, um dieses Dilemma zu mildern. Den wesentlichen Beitrag dazu liefert die Wärmedämmung der Häuser, denn die Heizenergie stellt immer noch ein großer Teil unseres Energieverbrauches dar. Eigenheime sind hier eher vorbildllich, bei Mietshäusern muß die Frage des "Wem nützt es?" noch beser gelöst werden. Neue Methoden der Wärmeerzeugung mit Pellets, Wärmepumpen, Geothermie, Kraft-Wärmekopplung sind bereits bewährt und können die fossilen Energieträger ganz oder teilweise ersetzen.

Verkehr

Im Verkehrswesen läßt sich technisch der Verbrauch der Fahrzeuge noch etwas senken. Man darf annehmen, daß sich größere Einsparungen durch mehr öffentliche Verkehrsmittel, Schiene und Wasser erzielen lassen. Höhere Transportkosten werden mit großer Wahrscheinlichkeit regionale Produktion attraktiver machen.
Strom aus der Steckdose kann zwar die Luftqualität der Innenstädte verbessern, trägt aber so lange nicht zur Verringerung der CO2-Belastung bei, wie der Strom aus fossiler Energie gewonnen wird. Bio-Treibstoffe sind problematisch durch die Konkurrenz zu Nahrungsmitteln - Teller oder Tank?


Elektrische Energie

Elektrischer Strom ist im Haushalt nicht wegzudenken. Einsparungsmöglichkeiten ohne deutliche Komforteinbuße sind begrenzt. Für die Stromversorgung ist es dringend notwendig, die bekannten Formen alternativer Energie auszubauen. Besonders bewährt hat sich die Windenergie, welche sich bereits einem wettbewerbsfähigen Preis nähert. Die Erzeugung von Strom aus Biogas und Kläranlagen kann ebenfalls eine gute Alternative sein. Andere Formen alternativer Energien müssen noch entwickelt und verbessert werden. Die Forschung muß in viele Richtungen gehen, in dem Bewußtsein, daß die meisten Wege sich als falsch herausstellen werden. Bei Technologien, die noch wesentliches Verbesserungspotenzial haben, wie z.B. Solarstrom, sollte man vorsichtig mit einer flächendeckenden und langfristig geförderten Verbreitung sein. Hier ist die Gefahr gegeben, dass man gerade die Bürger mit kleinem Budget mit deutlich erhöhten Stromkosten besonders belastet, um eine Technologie zu fördern, die in wenigen Jahren überholt sein wird. Immerhin werden schon heute im Labor die 3-fachen Wirkungsgrade von photovoltaischen Zellen zu geringeren Kosten demonstriert. Solarstrom aus Wüstengegenden wäre eine echte Alternative, wenn sich denn die nötigen Transportnetze realisieren lassen.


Intelligente Netze

Die klassische Netzstruktur ist den Anforderungen einer dezentralen Erzeugung noch längst nicht angepasst. Windkraftwerke müssen teilweise wegen Überlastung der Netze bei gutem Wind abgeschaltet werden. Kraft-Wärme-Kopplung, Heim- oder Blockheizkraftwerke, Solarzellen brauchen intelligente Netzsteuerungen, wenn sie tatsächlich Kraftwerke ersetzen sollen.


Eine große Aufgabe

Die Größe der gemeinsamen Aufgabe, fossile Energie zu ersetzen, wird heute meist stark unterschätzt. Nur unter  Einsatz bedeutender Mittel und  Fähigkeiten wird es gelingen, nicht nur punktuelle, sondern übergreifende Lösungen zu finden und die eingangs beschriebenen Risiken zu vermeiden. Gut - wir haben noch etwas Zeit, aber was sind schon 30 -50 Jahre für eine Aufgabe dieses Umfangs?