Start Pressemitteilungen Anerkennung für Ostallgäuer Ehrenamtliche beim Sozialempfang
Anerkennung für Ostallgäuer Ehrenamtliche beim Sozialempfang Drucken
Montag, den 07. September 2009 um 00:00 Uhr

Dank und Anerkennung für Ostallgäuer Ehrenamtliche beim Sozialempfang in Füssen

Bayern-SPD fordert „vorsorgende Sozialpolitik"


Füssen/Ostallgäu, September 2009. Als Dank und Anerkennung für das Engagement der aktiven Ehrenamtlichen und den Einsatz der Menschen, die täglich in sozialen Einrichtungen im Ostallgäu eine aufopfernde Arbeit leisten, hatte Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert zusammen mit der SPD-Landtagsfraktion zum Sozialempfang ins Festspielhaus nach Füssen eingeladen. Gastredner war Dr. Thomas Bayer, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bayern, der zum Thema „Vorfahrt für sozialen Fortschritt" referierte und dabei Ergebnisse aus dem aktuellen Bayerischen Sozialbericht sowie die daraus resultierenden Forderungen der SPD-SPD-Fraktion vorstellte.
„Ohne Ihre Arbeit wäre unsere Gesellschaft kälter und ärmer" hob Dr. Paul Wengert die Bedeutung des Ehrenamtes hervor und bedankte sich bei allen Anwesenden, die viel Zeit investieren und sich mit Herzlichkeit und menschlicher Wärme in die Gesellschaft einbringen. Als Dankeschön waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer am SPD-Sozialempfang zunächst zu einem Glas Sekt und stimmungsvoller Musik der Füssener Alphornbläser vor dem Festspielhaus eingeladen. Ein lauer Sommerabend bescherte den Anwesenden vor der herrlichen Bergkulisse dort am Forggensee ein traumhaftes Erlebnis. Im gepflegten Ambiente des Romantik-Restaurants ging es dann weiter. Hier hatten die Anwesenden Gelegenheit, sich bei erfrischenden Getränken und kleinen Häppchen gegenseitig kennen zu lernen, sich auszutauschen und auch den Landespolitikern Anregungen mit auf den Weg zu geben.

Dr. Thomas Beyer verwies in seinem Referat auf den aktuellen Sozialbericht aus Bayern, der dokumentiere, dass auch in einem reichen Land wie Bayern viel Armut und Not zu finden sei. Die sogenannten prekären Beschäftigungsverhältnisse zum Beispiel seien in Bayern überdurchschnittlich gewachsen. So geraten immer mehr Menschen unverschuldet in Not. Beyer forderte eine „vorsorgende Sozialpolitik", die dieser Entwicklung unter anderem mit der flächendeckenden Einführung von Mindestlöhnen entgegen wirke. Ausdrücklich bedauerte er, dass Ehrenamt vielerorts als „Selbstverständlichkeit" angesehen werde. Man sehe oft erst, was man daran habe, wenn es nicht mehr funktioniert. Insbesondere erwähnte er die vielen pflegenden Angehörigen, denen oft nicht einmal die Ankerkennung zukommt, die das öffentliche Ehrenamt erhalte. Außerdem appellierte der Landesvorsitzende der AWO Bayern an Politik und verantwortliche Träger von Sozialeinrichtungen, das Engagement von Ehrenamtlichen nicht nur in schönen Sonntagsreden zu loben, sondern auch im Alltag stets Respekt und Anerkennung zu vermitteln sowie gute Rahmenbedingungen für soziales Engagement zu schaffen.

Abschließend mutmaßte Dr. Paul Wengert , dass das Ehrenamt aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen wie etwa dem Wegfall von Großfamilien, dem Wegbrechen nachbarschaftlicher Strukturen oder etwa den hohen Anforderungen an die Mobilität junger Familien noch an Bedeutung zunehmen wird. Seinem „Dankeschön" fügte er deshalb die Bitte hinzu, weiter aktiv zu bleiben und nicht zu übersehen, dass das eigene Engagement als Vorbild wirken und andere motivieren könne, auch aktiv zu werden.