| Wengert und Naaß für mehr Windkraft |
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| Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 11:01 Uhr | |||
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Füssen, 26.07.2010 Pressebericht 18/2010 SPD Landtagsmitglieder Dr. Paul Wengert und Christa Naaß informieren sich vor Ort über WindkraftanlagenAllgäu, Juli 2010. Die verstärkte Nutzung von Windenergie im Allgäu fordert Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert nicht nur unter dem Aspekt des Umweltschutzes. „Die Windenergiebranche gehört zu unseren innovativsten und wachstumsstärksten Wirtschaftsbranchen“ so der Wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag. Eine starke Zulieferindustrie für die Herstellung von Windkraftanlagen mit bedeutenden nationalen und internationalen Absatzmärkten stärkt Bayern als Wirtschaftsstandort und schafft tausende von neuen qualifizierten Arbeitsplätzen, ist Wengert überzeugt. Mit Christa Naaß, der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD- Landtagsfraktion, informierte er sich direkt vor Ort bei der Besichtigung eines Windrades in Wildpoldsried. Dass auch in Bayern an vielen Standorten der Wind stark genug weht, um mit Windkraftanlagen Energie zu erzeugen, ist mittlerweile nachgewiesen, vermittelte Diplom-Ingenieur Stephan Glocker als Sachverständiger für die technische Überprüfung von Windenergieanlagen aus Memmingen. „Die neueste Generation von Windrädern ist bis zu 138 Meter hoch und bringt fünfmal mehr Leistung – ganz einfach weil weiter oben der Wind stärker weht. Weniger Anlagen können also künftig mehr Strom erzeugen“ so der Experte. Aufgrund dieses Leistungspotenzials könnten in Bayern in Kürze jährlich bis zu 9.000 Gigawattstunden Windstrom erzeugt werden. Das wären 10 Prozent des derzeitigen Gesamt-Stromverbrauchs. Bayern habe im Vergleich zu anderen Bundesländern enormen Nachholbedarf beim Ausbau der Windenergie, so Christa Naaß. „Wir müssen schnellstmöglich eigene ertragreiche Standorte erschließen“ fordert sie die Verringerung des Nord-Süd Gefälles bei der Nutzung von Windenergie. Erfahrungen mit dem Betrieb von Windkraftanlagen in unserer Region sammelt seit 15 Jahren der Allgäuer Windkraftpionier Wendelin Einsiedler. So kann die Gemeinde Wildpoldsried mittlerweile dreimal mehr Energie ins Netz einspeisen, als sie selbst verbraucht, erfuhren Wengert und Naaß von dem Landwirt und Agraringenieur. Das bringt nicht nur Geld für die beteiligten Bürger und stärkt die Einnahmeseite der Kommunen. Vielmehr werde man damit einer zukunftsweisenden Energiepolitik gerecht. Kommunen, die über geeignete Standorte verfügen seien hier gefordert und dürften sich dieser Technologie nicht verweigern, so Einsiedler. SPD-Landtagsmitglied Wengert fordert in diesem Zusammenhang die Bayerische Staatsregierung auf, bei der Neuordnung von Landes- und Regionalplanung die Weichen richtig zu stellen: „Seehofers aktuelle Absage an den Atomausstieg sei geradezu kontraproduktiv: „Wir brauchen keine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken, wenn wir endlich verstärkt auf regenerative Energieen wie die Windkraft setzen“, so Wengert. Landschaftsverträglichkeit und Artenschutz seien durch die heutigen Planungsverfahren gewährleistet: Selbst der Bund Naturschutz spricht von 1000 Standorten in Bayern, die auch nach strengen Natur- und Landschaftsschutz-Kriterien leicht zu finden seien. Was in anderen Bundesländern längst gang und gäbe ist, sollten wir endlich in Bayern auch anpacken, so Naaß und Wengert. Wenn wir diesen Zug nicht gänzlich verpassen wollen, müssen Seehofer und seine Regierung endlich die Augenbinden abnehmen, die ihnen die Kernkraft-Lobby verpasst habe. Für das Allgäu gehe es auch darum, die Region südlich der B 12 für die Windkraft zu erschließen.
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